Leistungen

Unser Leistungsspektrum umfasst u.a. die folgenden diagnostischen Untersuchungsmethoden:

  • Klinische Untersuchungen aller Altersgruppen
  • Digitales Röntgen des gesamten Bewegungsapparates
  • Modernste Ultraschalldiagnostik der Gelenke (z.B. Schultergelenk)
  • Säuglingshüftultraschall zur Früherkennung angeborener Gelenkveränderungen
  • Laboruntersuchungen

Diagnostik als Selbstzahlerleistungen (IGeL-Leistungen)

  • Sportmedizinischer Check-up
  • Osteoporosediagnostik und Knochendichtemessung
  • Körperendgrößenbestimmung
  • 3D-Wirbelsäulenvermessung

Bei unseren Kooperationspartnern werden die folgenden diagnostischen Untersuchungen durchgeführt:

  • Kernspinntomographie (MRT)
  • Computertomographie
  • CT-gesteuerte mikroinvasive Injektionstechniken
  • Nuclearradiologie (Knochenszintigraphie)

Wir beraten Sie u.a. zu folgenden Themen:

  • Befundbesprechung
  • Therapieerklärung, Behandlungsalternativen
  • Konsiliarische Vorstellung bei Kollegen anderer Fachdiziplinen
  • Planung und Erklärung von operativen Eingriffen
  • Unfallversorgung
  • Sportmedizinische Beratung und Trainingsplanung

Konservative Therapie

  • Stationäre und ambulante spezielle orthopädische Schmerztherapie
  • Akupunktur
  • TCM = Traditionelle Chinesische Medizin
  • Chirotherapie (Manuelle Medizin)
  • Elektrotherapie (mit Nemectrodyn, Iontophorese, Kurzwelle, TENS)
  • Sportmedizinische Tapeverbände
  • Ultraschalltherapie
  • Extensionstherapie
  • Infusionstherapie
  • TENS = transkutane elektrische Neurostimulation
  • Physiotherapie

IGeL-Leistungen

IGeL-Leistungen = die Individuelle Gesundheits Leistung ist eine Zusatzleistung, die Ihre gesetzliche Krankenkasse eventuell nicht übernimmt.

Folgende Selbstzahler Leistungen (IGeL-Leistungen) bieten wir an:

  • Stoßwellentherapie – ESWT –
  • Injektion von Hyaluronsäure zum Ersatz der Gelenkflüssigkeit
  • Magnetfeldtherapie
  • Sklerosierungstherapie
  • Orthomolekulare Therapie
  • Lasertherapie
  • Spezielle Akupunkturverfahren (Laser Akupunktur, Akupunktur nach Yamamoto, Koreanische Akupunktur)

Operative Therapie

Zunächst wird immer das konservative Spektrum ausgeschöpft, um eine Operation möglichst zu vermeiden.

Bei bestimmten Erkrankungen, Fehlanlagen oder Unfallfolgen führt eine konservative Behandlung nicht oder nur unsicher zum optimalen Resultat. Ständig verbesserte und teilweise von kleinen Hautschnitten ausgehende Operationsverfahren werden zunehmend ambulant oder während eines kurzen stationären Krankenhausaufenthaltes in der uns angeschlossenen Klinik Blankenstein durchgeführt.

Unsere operativen Schwerpunkte

  • Arthroskopische Gelenkchirurgie u.a. des
    • Schultergelenks
    • Kniegelenks
    • Sprunggelenks
  • Handchirurgische Eingriffe u.a.
    • Karpaltunnelsyndrom-Operationen
    • Operationen an Sehnen und Bändern (z.B. bei Schnellendem Finger, Tennisellenbogen, Golferellenbogen)
  • Fußchirurgische Eingriffe u.a.
    • Hallux-Operationen
    • Krallen- und Hammerzehenkorrekturen
    • komplexe Vorfußkorrekturen
    • Arthrodesen
  • Wirbelsäulenchirurgie
    • mikroskopische Bandscheibenchirurgie
    • beweglichkeitserhaltende OP-Verfahren (Non-Fusion-Techniken)
    • Stabilisierungsoperationen (Spondylodesen, Wirbelkörperersatz)
    • Ballonkyphoplastien

Warum schmerzt der gesunde Rücken?

Wer hat sich diese Frage nicht schon gestellt? Kein besonderer Verschleiß, kein Bandscheibenvorfall, kein Rheuma und trotzdem schmerzt der Rücken schon bei alltäglichen Verrichtungen oder beim Sport. Nur das Alter und die Arbeit können es doch nicht sein!

Dann folgt noch die Erinnerung an die Kindheit: „Sitz gerade!“„Halt dich aufrecht!“ — und das soll dann die Antwort sein?

Es ist nicht ganz falsch.

Wenn Kinder oder Jugendliche sich zu wenig bewegen entwickeln sie nicht die Muskelkraft, die notwendig ist, um den Körper aufrecht zu halten. Aus einer solchen Haltungsschwäche können sich Haltungsfehler, zum Beispiel eine Verformung der Wirbelsäule mit Skoliose und im Erwachsenenalter ein schmerzhafter Wirbelsäulenverschleiß oder ein Rundrücken entwickeln.

Es gilt, dies frühzeitig im Kinder- und Jugendalter zu erkennen!

Aber auch im Erwachsenenalter kann noch Abhilfe geschaffen werden.

Dazu wird die Wirbelsäule vermessen. Ganz einfach und ohne großen Zeitaufwand über eine 3D-Wirbelsäulenvermessung.
Dabei handelt es sich um ein Verfahren, diesen kindlichen und jugendlichen Haltungsschäden vorzubeugen und die erwachsene schmerzhafte Wirbelsäule entsprechend zu entlasten.

Die Vermessung erfolgt über einen Projektor, der Lichtlinien auf dem Rücken des Patienten erzeugt. Diese werden von einer Kamera aufgenommen und durch einen Computer in ein dreidimensionales Bild des Rückens verwandelt.
Es sind keine Röntgenstrahlen notwendig, somit kann die Messung beliebig oft wiederholt werden.
Anhand der Aufnahmen können Haltungsfehler der Wirbelsäule in jedem Alter veranschaulicht werden, denen dann mit entsprechenden Maßnahmen einer individuellen Trainingstherapie oder speziellen angepassten Einlagen/Hilfsmitteln entgegengewirkt werden kann.

Daneben werden Beinlängenunterschiede millimetergenau erkannt und korrigiert, es können sogar Veränderungen in der Wirbelsäulenbeweglichkeit zum Beispiel bei Blockierungen oder Bandscheibenvorfällen dargestellt und abgestellt werden.

Und nicht nur das – selbst die Anpassung verschiedener Einlagen, Schuhzurichtungen oder die Wahl des geeigneten Sportlerschuhes erfolgen computergesteuert.

Ein einfacher Schritt auf dem Weg zu einem gesünderen Rücken.

Kurz zusammengefasst:

Warum eine 3D-Wirbelsäulenvermessung?

  • zur Vermeidung von Fehlhaltungen der kindlichen und jugendlichen Wirbelsäule
  • zur Früherkennung von jugendlichen Wachstumsstörungen, z. B. Scheuermann und Rundrücken
  • zur Feststellung des Schweregrades einer Wirbelsäulenverformung, z. B. Skoliose, Hohlkreuz
  • zur Erkennung von Muskelverspannungen
  • zur Anpassung der Therapie nach Operationen
  • zur Analyse und Verlaufskontrolle von Krankengymnastik oder Rehamaßnahmen
  • zur Erkennung eines Beckenschiefstandes oder einer Beinlängendifferenz
  • zur Einlagenanpassung
  • zur Schul- und Sportvorsorge

Bei wem eine 3D-Wirbelsäulenvermessung?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters

Wie oft eine 3D-Wirbelsäulenvermessung?

So oft wie gewünscht und im Einzelfall sinnvoll

Welche Nebenwirkungen treten auf?

In der Literatur keine bekannt

Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zur 3D-Wirbelsäulenvermessung finden Sie unter dem Punkt „Patienteninfo -Dynamische Rückenuntersuchung ohne Röntgenstrahlen“.

Grundsätzlich gilt: Die Akupunktur kann heilen, was gestört, nicht aber, was zerstört ist!

Neben der klassischen Körperakupunktur gibt es noch folgende Akupunktur-Varianten:

  • Ohrakupunktur (Aurikulotherapie)
    Auf der Ohrmuschel spiegelt sich der gesamte Körper und seine Organe wider. Über die 110 Ohrakupunktur-Punkte können sie beeinflusst werden.
  • Schädelakupunktur
    Eine Sonderform der Akupunktur, die besonders bei Lähmungen, Sprachstörungen und Nervenstörungen angezeigt ist.
  • Elektroakupunktur
    Statt durch Nadeln werden die Akupunkturpunkte durch ungefährliche, elektrische Reize stimuliert.
  • Laserakupunktur
    Hier werden die Nadeln durch Laserlicht ersetzt.
  • Akupressur
    Die Stimulation erfolgt durch Fingerdruck auf die Akupunkturpunkte.
  • Moxibustion
    Die Reizwirkung der Nadeln wird durch zusätzliche Wärme und Heilkräuter wie Beifuß verstärkt.

Gesund durch kleine Nadelstiche

Akupunktur am Hals
Akupunktur am Hals

Akupunktur am Rücken
Akupunktur am Rücken

Akupunktur am Knie
Akupunktur am Knie

Akupunktur in der Ohrmuschel
Akupunktur in der OhrmuschelGrundlage der chinesischen Medizin ist das Gedankengut des Taoismus, den der Philosoph Lao Tse um 500 v. Chr. begründete und der uns lehrt, dass alles Sein von Gegensätzen bestimmt wird. Alles im Universum – sei es ein Baum, ein ferner Planet, eine Speise, der Mensch oder eines seiner Organe – wird von der allgegenwärtigen Lebensenergie Qi durchströmt, die sich aus zwei gegenpoligen, einander aber ergänzenden Aspekten zusammensetzt, der weiblichen Yin- und der männlichen Yang-Energie (Yin und Yang: Gegensätze, die Einklang schaffen).

Auch in der Chinesischen Medizin dreht sich alles um das Qi und seine Komponenten Yin und Yang. Soll der Mensch gesund bleiben, müssen diese in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen und gleichmäßig auf den unsichtbaren Energiebahnen des Körpers, den Meridianen (Meridiane: Lebenslinien auf Chinesisch) fließen. Kippt die Balance von Yin und Yang, etwa durch Krankheitsauslöser wie Kälte oder Nässe, wird der Qi-Fluss holprig, stockend oder auch zu stürmisch und der betroffene Bereich unseres Körpers reagiert mit Krankheitssymptomen.

Ein chinesisch orientierter Arzt erkennt dann zum Beispiel einen „Yin-Mangel der Leber“ (schulmedizinisch entspricht dies u.a. Bluthochdruck, aber auch chronischen Augenleiden) und meint damit: Das Qi der Leber, also die spezifische Energie dieses Organs ist gestört, da sie zu wenig Yin und zu viel Yang enthält. Durch therapeutische Maßnahmen wie insbesondere Akupunktur, aber auch durch eine weniger yang-betonte Ernährung oder Bewegungstherapie mit Tai Chi wird der Arzt das Ungleichgewicht lösen und den Patienten so von seinen Beschwerden befreien.

Die Selbstheilung anregen

Das Ziel aller therapeutischen Maßnahmen in der Chinesischen Medizin, also auch der Akupunktur, ist es, die gestörten Energien zu normalisieren: Die auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkte werden mittels feinster Nadeln angeregt, der aus dem Takt geratene Energiestrom wird so behutsam reguliert. Jeder dieser Punkte steht in Verbindung mit einem bestimmten Organ oder Organkreis und hat eine genau definierte Heilwirkung.

Für die Nadelung wählt der Akupunkteur deshalb nur diejenigen Punkte an Körper, Händen, Füßen oder am Ohr des Patienten, die zu dessen Beschwerdebild – der Arzt nennt es Disharmoniemuster – passen. Das erkrankte Organ wird also nicht, wie in der westlichen Medizin, direkt behandelt, sondern indirekt über Außenstellen auf der Haut, die Akupunkturpunkte, beeinflusst. Deren Reflexwirkung, wie Mediziner sagen, balanciert die Energie der Organe aus und regt diese zur Selbstheilung an. Eine Fülle von funktionellen Erkrankungen – das sind Erkrankungen, bei denen kein dauerhafter Organschaden vorliegt – können so erfolgreich behandelt werden. Schädliche Nebenwirkungen, wie sie medikamentöse Therapien oft begleiten, treten bei richtiger Anwendung der Akupunktur nicht auf.

Medizin für die Lebensenergie Qi

Auch beim völlig gesunden Menschen wirkt Akupunktur allgemein energetisierend auf den Körper: Schon wenige Minuten nach dem Einstechen der Nadeln macht sich das De-Qi-Gefühl bemerkbar – so nennen Chinesen das typische, wohltuend spürbare Anfluten der Lebensenergie Qi. Bei Erkrankungen wird diese Mobilmachung des Qi zur Therapie: Setzt der Arzt die Nadeln an den richtigen, also zum jeweils erkrankten Organ gehörigen Akupunkturpunkten, werden die gestörten Energien dieses Organs oder Körperbereichs normalisiert. Sehr gute Erfolge erzielt die Akupunktur damit vor allem in der Schmerztherapie, akute und chronische Schmerzen gehören zu ihren wichtigsten Anwendungsgebieten (Schmerztherapie: Kleine Nadeln – große Wirkung).

Zur Behandlung von

  • Kopfschmerzen
  • Trigeminusneuralgie
  • Rückenschmerzen
  • Lähmungen nach Schlaganfall
  • Schmerzen am Bewegungsapparat
  • rheumatischen Krankheitsbildern
  • Neuralgien
  • Allergien
  • Raucherentwöhnung
  • Gewichtsreduktion

Die nebenwirkungsfreie Heilmethode mit kleinen Nadelstichen

Die Akupunktur (lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen, chin. zhen bian) ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und beruht auf Vorstellungen, die weit über 4000 Jahre alt sind.

In der Vorstellung der chinesischen Heilkunde ziehen Längsbahnen (Meridiane) durch den Körper ähnlich den Flüssen durch ein Land und versorgen ihn mit Lebensenergie ( Qi ). Auf diesen Leitbahnen liegen die Akupunktur-Punkte, mit deren Hilfe man Einfluß auf die Energieflüsse nehmen kann.

Dabei wird jeder Meridian einer bestimmten Organ- oder Gelenkfunktion zugeordnet.

Ein gestörter Energiefluß verursacht nun Krankheiten, die über das Stechen bestimmter Akupunkturpunkte auf ausgewählten Meridianen positiv beeinflusst werden können.

Dazu bedarf es in aller Regel mehrerer Behandlungen, in denen die dünnen Akupunkturnadeln weitgehend schmerzfrei an bestimmten Akupunkturpunkten platziert werden und dort für 20 – 30 Minuten verbleiben.

Während dieser Zeit kann sich der Patient sitzend oder liegend entspannen.

Diese Akupunkturpunkte sind mittlerweile mikroskopisch als im Wesentlichen nachweisbare Austrittspunkte eines Gefäß-Nervenbündels sowie elektrophysiologisch durch Messung eines geringeren Hautwiderstandes nachgewiesen.

Auf orthopädischem Gebiet zeigt sich die Störung des Energieflusses häufig in Schmerz, Bewegungseinschränkung, Schwellung oder Sensibilitätsstörung eines Gelenkes oder einer bestimmten Körperregion.

Durch Stimulierung ausgewählter Akupunkturpunkte kommt es über Nervenreize zu einer Ausschüttung schmerzlindernder, entzündungshemmender und auch stimmungsaufhellender Substanzen aus dem Gehirn, den sogenannten „Glückshormonen“.

Im Laufe mehrerer Sitzungen führt dies zu einer deutlichen Reduktion der Beschwerden.

Unter Berücksichtigung zahlreicher Studien, insbesondere die ART- und GERAC-Studie mit mehr als 250.000 Patienten sowie einer Untersuchung von Beecher, HK bereits 1955 können wir zusammenfassend feststellen:

  1. Akupunktur ist bei fast allen Schmerzarten wirksam und führt in bis zu 85% der Fälle zu einer Linderung der Beschwerden. Dies ist insofern beachtlich, als dass selbst Morphium nur bei 70% aller Patienten mit chronischen Schmerzen wirkt.
  2. Die Akupunktur ist der konventionellen medikamentösen Therapie an Wirksamkeit häufig gleichwertig oder überlegen bei gleichzeitig erheblich weniger Nebenwirkungen.

Damit ist die Akupunktur zur Behandlung bestimmter chronischer Schmerzzustände, besonders im Bereich der Wirbelsäule und der großen Gelenke, als die Methode der Wahl anzusehen und bleibt mit einem erheblichen Gewinn an Mobilität und Lebensqualität verbunden.

Stationäre und ambulante orthopädische Schmerztherapie

Die Zeiten, in denen Bandscheibenpatienten fast unausweichlich „unters Messer“ kamen, sind zum Glück vorbei. Vielfältige Behandlungsmethoden ermöglichen es heute, differenziert und individuell auf die Beschwerden des Patienten einzugehen. Eine präzise Diagnose, ein gezielter Therapieplan und geeignete, moderne Methoden helfen dabei, mit möglichst wenig Aufwand und Risiko schmerzfrei zu werden – immer mit dem Ziel, offene Operationen so weit wie möglich zu vermeiden.

Unser Konzept der stationären minimalinvasiven Wirbelsäulentherapie ist als multimodale Behandlung für erhebliche therapieresistente Wirbelsäulenbeschwerden ausgelegt.
Meist handelt es sich hierbei um Nervenwurzelkompressionen durch Bandscheiben-Vorwölbungen bzw. Bandscheibenvorfälle sowie um dekompensierte Spinalkanalstenosen sowie unterschiedliche Zustände nach stattgehabten Wirbelsäulenoperationen.

Die wesentlichen Bestandteile des multimodalen Programms sind die wirbelsäulennahen Injektionen, Bewegungstherapie, entlastende Lagerungen und eine Anpassung der Analgetikatherapie.

Zu den ärztlichen Behandlungen zählen die wirbelsäulennahen Injektionen als Spinalnervenanalgesie, Facetteninfiltrationen und epidurale Umflutungen als die täglichen zentralen Maßnahmen. Diese Therapeutischen Injektionen sind standardisiert und werden je nach individuellen Befunden des Patienten wiederholt durchgeführt. Nach den Injektionen findet eine spezielle entlastende Lagerung statt. Bei den Lumbalsyndromen wird eine entlordosierende Stufenlagerung durchgeführt, die HWS- Syndrome werden über eine Glisson –Extension nachbehandelt.

Die ambulante Schmerztherapie wird an jedem unserer Praxisstandorte durchgeführt. Hierzu werden in regelmäßigen Abständen 3-5 Injektionen verabreicht. Auch wird hierbei auf eine begleitende medikamentöse Schmerztherapie und Physiotherapie geachtet.
Das Konzept der Bewegungstherapie sieht hierbei eine sog. „Bewegung im schmerzfreien Raum-BisfR“ vor. Der Patient soll sich dabei nach den Regeln der Rückenschule möglichst bis zur erträglichen Sachmerzgrenze belasten.
Als weitere scherztherapeutische Maßnahmen stehen aber auch Verfahren aus der Physikalischen Medizin wie z. B .die TENS -Behandlung (Transkutane Elektrische Nerven Stimulation) zur Verfügung.

Bei Patienten mit chronifizierten Schmerzsyndromen des Achsorgans Wirbelsäule, die alle ambulanten Maßnahmen ausgeschöpft haben, steht die stationäre multimodale Schmerztherapie zur Verfügung. Als Kooperationspartner unsere Gemeinschaftspraxis haben wir die Möglichkeit, die stationäre Schmerztherapie in der Universitätsklinik Knappschafts- Krankenhaus Langendreer durchzuführen.

Die Behandlung wird über einen Zeitraum von 5 Tagen durchgeführt.
Die Aufnahme findet jeweils montags um 10:00 auf der Station Chirurgie 6 statt.
Anschließend erfolgen Routineuntersuchungen mit EKG, neurologische Eingangsuntersuchung und Anlage eines Venenkatheters für die Infusionstherapie mit Schmerzmitteln (i.v. Anagetikatherapie) nach WHO Schema.

Als zentrale ärztliche Maßnahme werden dann zu festen Zeiten täglich wirbelsäulennahe Injektionen durchgeführt. Das multimodale Behandlungskonzept umfasst weiterhin Lagerungs- und Bewegungstherapie, Schmerzmittelgaben und Fangopackungen.

Bei den täglichen ärztlichen Visiten wird auch eine Evaluation der Schmerzsituation und eventuelle Anpassung der Medikation vorgenommen. Nach erfolgreicher Behandlung erfolgt dann die Entlassung freitags in die ambulante Weiterbehandlung an unseren Praxisstandorten.

Die Sportmedizin umfasst die Beziehungen zwischen körperlicher Aktivität sowie Bewegungsmangel und den Auswirkungen auf die Leistung des menschlichen Körpers in verschiedenen sportlichen Disziplinen.

Dabei wird der Einfluß von Bewegung, Sport und Training auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe untersucht.

Primär liegt ein Hauptaugenmerk auf Prävention, Rehabilitation und sowie Verhütung und Therapie von Sportverletzungen.

Die Sportmedizin ist ein stetig wachsendes Teilgebiet der Orthopädie, da sowohl der Stellenwert des Sportes bis ins hohe Alter immer mehr zunimmt als auch viele Menschen zunehmend leistungsorientiert Sport treiben.

Die körperliche Gesundheit bildet dabei die Voraussetzung zur Ausübung einer Sportart. Viele Breitensportler aber auch leistungsorientierte Sportler haben aus verschiedenen Gründen, sei es familiärer oder beruflicher Natur, lange keinen Sport betrieben. Daher ist eine sportmedizinische Untersuchung vor Aufnahme der körperlichen Aktivität sinnvoll, um den individuellen Gesundheitszustand zu erfassen und eine Empfehlung zu einer bestimmten Sportart geben zu können.

Ziel einer solchen Leistungsdiagnostik ist die Optimierung der Trainingseffizienz bei ambitionierten Sportlern und Voraussetzung zur sportlichen Betätigung bei weniger Trainierten.

Die regelmässige Ausübung sportlicher Aktivitäten hat sowohl kurzfristig sich einstellende als auch langanhaltende Effekte auf verschieden Bereiche der Gesundheit und des Wohlbefindens:

  1. Sport unterstützt die Regulierung des Körpergewichtes
  2. Sport sorgt für Befreiung von Muskelverspannungen und Stress
  3. Sport hilft bei Depressionen
  4. Sport fördert Wachstum und Entwicklung bei Kindern
  5. Sport erhöht die Effizienz des Körpers über ein leistungsbereites Herz-Kreislaufsystem
  6. Sport ermöglicht zusätzliche Belastungen ohne Überforderung
  7. Sport schützt vor körperlichen Verletzungen
  8. Sport fördert die gesundheitliche Rehabilitation

In einer Studie zum körperlichen Training und Risikofaktoren im höheren Lebensalter ( SEFIP, Universität Erlangen, 2007 ) wurden konkrete Ergebnisse erzielt:

Im Bereich der Knochendichte konnte schon nach 18 Monaten ein deutlicher Zuwachs gemessen werden.

Es kam zu einer positiven Regulierung der Blutfettwerte, des Blutdruckes; das Sturzrisiko konnte um 42 % gesenkt werden, das Schlaganfallrisiko lag um 58 % geringer.

Ausdauer und Muskelkraft erzielten eine Zunahme bis zu 50 %, selbst die Gedächtnisleistung wurde deutlich verbessert und das Alzheimerrisiko messbar verringert.

Sport und Bewegung bilden somit neben einer ausgewogenen Ernährung den einzigen wissenschaftlich gesicherten Weg zur Verlangsamung eines altersbedingten Funktionsverlustes infolge Verminderung der Leistungsfähigkeit.

Was sind eigentlich Stoßwellen?

Überall im Alltag begegnen uns Stoßwellen. Beim Überschallknall eines Flugzeugs ebenso wie bei einem Sylvesterknaller. Physikalisch betrachtet sind Stoßwellen nichts anderes als besonders kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie. Ihre Nutzung in der Medizin ist nicht neu. Schon seit Beginn der 80er Jahre wurden in der Urologie mit großem Erfolg Stoßwellen zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt.

Ende der 80er Jahre wurden erste Erfahrungen im orthopädischen Bereich gesammelt. Man stellte fest, dass nicht heilende Knochenbrüche durch die Behandlung mit Stoßwellen schneller zur Ausheilung gebracht werden konnten. Die Stoßwellen regten die knochenbildenden Zellen an; erstmals konnte die knöcherne Durchbauungen von Brüchen ohne Operation entscheidend gefördert werden.
Da die Stoßwellen von außen in den Körper einwirken, wird die Therapie mit Stoßwellen seither als „Extracorporale Stoßwellentherapie“ (kurz: ESWT) bezeichnet.

Therapieformen in der ESWT

Man unterscheidet bei der Stoßwellen-Therapie verschiedene Formen, die von der verwendeten Energie abhängig gemacht werden.

Triggerpunkt ESWT

Triggerpunkt ESWT
Triggerpunkt am Rücken

Triggerpunkt ESWT
Triggerpunkt am Fuß

Triggerpunkt ESWT
Triggerpunkt am Ellenbogen

Muskelfasergebiete innerhalb eines Muskels, die oft als harte Knoten und Stränge tastbar sind. In der Medizin werden sie auch als Myogelosen bezeichnet. Allgemein herrscht in der Orthopädie und Sportmedizin immer noch die Auffassung, dass diese lästig aber harmlos seien. Dagegen geht die Triggerpunkt-Medizin davon aus, dass gerade Triggerpunkte die Hauptursache für Leistungsminderung und Muskelprobleme sowie für viele sportmedizinische Probleme sind. Gleichermaßen sind sie auch die Hauptverursacher von Bandscheiben- und Ischiasbeschwerden, Rückenschmerzen, Nacken- und Kopfschmerzen, aber auch Schulter-, Hüft- und Kniegelenkbeschwerden, die also nicht nur ein sportmedizinisches Problem sind, sondern Millionen von Menschen betreffen. Das besonders Heimtückische an den Triggerpunkten ist, dass sie sehr oft Beschwerden an Stellen im Körper hervorrufen, die weit von ihrem Ursprung entfernt sind, weshalb man sie als Ferntrigger bezeichnet. Insbesondere wenn diese vorliegen ist es für eine symptomorientierte Medizin sehr schwer, die eigentliche Ursache von Leistungseinschränkungen, Muskelverkürzungen und/oder Schmerzen zu erkennen. Typischerweise wird dort behandelt wo sich die Beschwerden bemerkbar machen – auf diese Weise werden jedoch nur die Symptome, nicht aber die Ursache behandelt. Das entwickelte Diagnose- und Behandlungskonzept ermöglicht es hingegen, die Auslöser dieser Störungen – also die Triggerpunkte – zu beseitigen, indem die Triggerpunkte zunächst genau lokalisiert und dann aufgelöst werden.

Schmerzfrei durch Triggerpunkt-Beseitigung

Die Triggerpunkt-Stoßwellen-Therapie erlaubt eine besonders schonende und wirkungsvolle Behandlung von Triggerpunkten. Zudem kommt sie ohne den Einsatz von Medikamenten aus und ist frei von Nebenwirkungen – damit ist sie eine risikoarme und sehr effektive Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Therapie direkt bei Sportereignissen, ambulant oder im Rahmen eines Klinikaufenthalts täglich durchgeführt werden kann. Bei akuten Sportverletzungen oder auch nach Operationen lassen sich deshalb Probleme schon in wenigen Tagen beseitigen wodurch die Rehabilitation beschleunigt wird.

Die hierbei eingesetzten niederenergetische Stoßwellen sind pneumatisch (rESWT=radiale extrakorporale Stoßwellentherapie) erzeugte Druck-/-Schallwellen von niedriger Energie, die über einen Aplikator in das schmerzhafte Gewebe übertragen werden. Diese Therapieform verwendet Energieflussdichten unterhalb von 0,08 – 0,12 mJ/mm2. Solch geringe Werte werden vor allem angewandt, wenn es um eine reine Schmerztherapie geht. Dabei aktivieren die Stoßwellen die Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Stoffwechsel verbessert sich, die Durchblutung wird gesteigert, das geschädigte Gewebe kann sich regenerieren. Bei dieser Anwendung halten sich die Schmerzen, falls überhaupt solche empfunden werden, im sehr erträglichen Rahmen. In der Regel ist keine Lokalanästhesie erforderlich. Nebenwirkungen sind bei dieser Methode nicht bekannt.

Man kann von einer Behandlungszeit von ca. 5-10 Minuten je Sitzung ausgehen. In der Regel lindern sich die meisten verspannungsbedingten Beschwerden nach drei bis sechs Behandlungsdurchgängen. Die Anzahl der benötigten Behandlungen richten sich jedoch danach, wie lange die Probleme bereits bestehen.
Zum Erreichen des Therapieziels müssen jedoch bei dieser Form oftmals mehrere Behandlungen, teils schon in Abständen von 1-2 Tagen durchgeführt werden.

Mittelenergetische Therapie

  • Diese Therapieform verwendet Energieflussdichten von etwa 0,12 mJ/mm2 bis etwa 0,28 mJ/mm2.
  • Mit dieser Therapie wird in der Regel bei Verkalkungen in oberflächlich gelegenen Sehnen oder Schleimbeuteln gearbeitet.
  • Weil diese Behandlungsform schmerzhaft ist, benötigt man in der Regel eine Lokalanästhesie.
  • Fast immer entstehen als Nebenwirkungen lokale Hautrötungen, bisweilen sogar kleine Blutergüsse.
  • Zum Erreichen des Therapieziels reichen bei dieser Form 1 – 5 Behandlungen aus. Diese können in einem Abstand von etwa 1 Wochen erfolgen.
  • Die niederenergetische Stoßwellen-Therapie (ESWT) ist in den meisten Fällen weitgehend schmerzfrei. Sie ist wirksam bei Erkrankungen der Sehnenansätze wie z.B. an der Achillessehne, der Kniescheibensehne, bei Tennisellbogen, schmerzhaften Ansatztendinosen am Hüftgelenk, Überlastungsschäden oder an der Schienbeinkante bei Laufsportlern.
  • Hervorragende Indikationen sind aber auch die Kalkschulter‚ oder der schmerzhafte Fersensporn.
  • Hier sind die Ergebnisse den bisher üblichen konservativen Therapieverfahren in der Regel sogar überlegen und den Ergebnissen der operativen Behandlung vergleichbar.

Hochenergetische Therapie

  • Diese Therapieform verwendet Energieflussdichten von mehr als 0,28 mJ/mm2.
  • Mit dieser Therapieform werden vor allem verzögerte Knochenbruchheilung (Pseudarthrose) und Hüftkopfnekrosen werden mindestens solche Flussdichten benötigt.
  • Diese Behandlungsform ist erheblich schmerzhaft und benötigt eine.
  • Als Nebenwirkungen können Blutergüsse in der unmittelbaren Nähe des Focusbereichs in tieferen Geweben entstehen.
  • Zum Erreichen des Therapieziels reicht in der Regel eine einzige Behandlung aus. Es kann aber auch einmal ganz hartnäckige Erkrankungen geben, welche eine Wiederholung der Behandlung benötigen.
  • Im Gegensatz zur Behandlung von Verkalkungen am Bewegungsapparat, wo der Kalk auch unmittelbar nach der Behandlung noch sichtbar bleibt, ist bei der erfolgreichen Behandlung der Knochenbruchheilung eine Induktion der Heiling eingeleitet.

Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zur ESWT-Stoßwellentherapie finden Sie unter dem Punkt „Patienteninfo -ESWT-Stoßwellentherapie“.

Kinderorthopädie, Kinderorthopäde

Kinderorthopädie. die Untersuchung von Auffälligkeiten, Störungen und Erkrankungen bei Kindern

Kinderorthopädie, Kinderorthopäde
Beweglicher und elastischer Körperbau bei einem Kleinkind

Kinderorthopädie, Kinderorthopäde
Füße eines Kleinkindes

Röntgenbild Skoliose
Röntgenbild Skoliose

Hüftdysplasie
Hüftdysplasie

Die ersten menschlichen Lebensjahre sind durch fortwährende Wachstumsabschnitte geprägt. In diesem Zeitabschnitt durchlaufen sämtliche Organe, im speziellen auch die Bewegungsorgane große Veränderungen. Man kann den Körper eines Säuglings, eines Kleinkindes oder eines Jugendlichen nicht einfach 1:1 mit dem eines „kleinen Erwachsenen“ vergleichen.

Beispielsweise hat ein Baby noch keine so festen Knochen, zum Großteil bestehen dessen Knochen noch aus weichem Knorpel, welcher erst Wachstumsprozess zum festen Knochen wird. Auffallend ist das kleine Kinder ausgesprochen beweglich und elastisch sind. So können sie sich problemlos etwa die Fußgelenke hinter die Ohren führen. Diese Beweglichkeit und Flexibilität nimmt mit dem Alter aber permanent wieder ab, als Folge der straffer werdenden Bänder und stabiler werdenden Gelenke. Daher ist die Bewertung von Erkrankungen und Verletzungen im Kindesalter eine anspruchsvolle Aufgabe des Kinderorthopäden und nur unter Berücksichtigung und der Kenntnis der Physiologie des Wachstums und der psychomotorischen Kindesentwicklung möglich.

Bei einer Vielzahl kleiner Patienten ist eine Abklärung von möglichen orthopädischen Erkrankungen geboten. Durch detaillierte Vorsorgeuntersuchungen können bereits bei Säuglingen angeborene oder erworbene orthopädischen Kindererkrankungen am Bewegungsapparat frühzeitig diagnostiziert werden. Gut erkennen kann der Orthopäde beispielsweise die Hüftdysplasie (Hüftentwicklungsstörung) – die am häufigsten vorkommende angeborene Fehlbildung des Menschlichen Körpers.

Mittels einer Sonographie (Ultraschall-Screening-Untersuchung) kann der Kinderorthopäde im Säuglingsalter bereits erkennen, ob eine angeborene Hüftdysplasie, eine Reifungsverzögerung oder eine krankhafte Stellung des Hüftgelenkes vorliegt. So kann der Kinderorthopäde entscheiden, ob weitere orthopädische Therapien zur Ausreifung der Hüftfehlbildung notwendig sind.

Durch die frühzeitige Erkennung dieser Auffälligkeiten im Kindesalter durch den Kinderorthopäden können für die Kinder also unnötige Operationen vermieden werden. Aus einer Hüftdysplasie kann möglicherweise eine Hüftluxation entstehen, eine Verrenkung des Hüftgelenkes. Daraus resultieren können Probleme und Schmerzen beim Abspreizen des betroffenen Beines oder auch eine Beinverkürzung (unterschiedlichen Beillängen).

Therapiemöglichkeiten bei Kindern:
Bis zum zweiten Lebensmonat: Durch das Anlegen einer Hüft-Beuge-Schiene, einer Spreizhose oder durch extra-breites Wickeln für mehrere Wochen bis einige Monate wird die Repositionierung, das Wiedereinrenken des kindlichen Hüftgelenkes forciert.

Vorsorgeuntersuchungen des Kinderorthopäden sind auch bei heranwachensenden Kindern empfohlen

Beim Kleinkind, im Kindergartenalter und im Grundschulalter kann es Reifeverzögerungen und Reifestörungen des heranwachsenden Knochenbaus geben.

Kinderorthopädie: Beispielhafte Kindererkrankungen

  • Hüftgelenke: Perthes-Erkrankung / Morbus Perthes
  • Kniegelenke: Schlatter-Erkrankung, Morbus Schlatter
  • Wirbelsäule: Scheuermann-Erkrankung,
    Morbus Scheuermann
  • Wirbelsäule: Skoliose
  • Betreuung behinderter Kinder / Skelettdeformitäten
  • Klumpfuß
  • Hüftgelenksluxation
  • Schiefhals
  • anderer Skelettdeformitäten
  • spastischer Lähmungen

Hüftgelenke: Perthes-Erkrankung / Morbus Perthes

Die Perthes-Erkrankung Morbus Perthes ist eine orthopädische Kinderkrankheit. Ursachen sind Durchblutungsstörung (Ischämie) und Absterben (Nekrose) von Knochengewebe im Hüftkopf. Die Kinder entwickeln dabei Schonhinken, Knieschmerz und Hüftgelenksrotationseinschränkungen.

Kniegelenke: Schlatter-Erkrankung, Morbus Schlatter

Die Schlatter-Erkrankung Morbus Osgood-Schlatter (Osgood Schlatter disease, rugby knee) ist eine schmerzhafte Reizung der Insertion der Patellasehne (Kniescheibensehne) am vorderen Schienbein. Dabei können sich Knochenstücke aus dem Schienbein lösen und absterben (Nekrose). Die Erkrankung wird deshalb zu den aseptischen (nicht infektionsbedingten) Osteonekrosen gezählt. Orthopäden vermuten, dass Überlastung oder trainingsbedingte Mikroverletzungen die Ursache sein könnten. Häufiges Vorkommen bei männliche Jugendlichen und Sportlern (Männer sind zehnmal häufiger betroffen als Frauen). Alter: 11–12 Jahre bei Mädchen, 13–14 Jahre bei Jungen.

Wirbelsäule: Scheuermann-Erkrankung, Morbus Scheuermann

Die Scheuermann-Krankheit, Morbus Scheuermann, Rundrückenbildung, Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose, (Osteochondritis deformans juvenilis dorsi) ist eine Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule, welche zu einer schmerzhaften Fehlhaltung führen kann. Es handelt sich um eine aseptische Osteochondrose (Knorpel-Knochenerkrankung ohne Beteiligung von Keimen). Männliche Jugendliche sind 4- bis 5-mal so häufig betroffen wie weibliche. Der Übergang zwischen Haltungsschwäche und Normvariante ist fließend. Benannt wurde sie nach dem dänischen Röntgenarzt Scheuermann.

Wirbelsäule: Skoliose

Skoliose (altgriechisch: skolios „krumm“) ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule, bei gleichzeitiger Rotation der Wirbel, welche nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrecht zu erhalten (S-Form). Eine bestehende Seitwärtsverbiegung ohne entsprechende Verdrehung ist jedoch keine Skoliose im engeren Sinn. Die Skoliose zählt zu den Wachstumsdeformitäten. Sie entsteht und verschlechtert sich während der Jugend in Zeiten verstärkten Körperwachstums, zum Beispiel in den pubertären Wachstumsschüben. In den meisten Fällen ist die Ursache unbekannt. Diese als idiopathisch bezeichneten Skoliosen kommen bei Mädchen etwa viermal häufiger vor als bei Jungen. Die idiopathische Skoliose hat nichts mit der sogenannten Säuglingsskoliose zu tun. Sie tritt hauptsächlich in Phasen vermehrten Skelettwachstums auf. Ein Fünftel der Fälle entsteht in Folge von Wirbelfehlbildungen, wie zum Beispiel dem Klippel-Feil-Syndrom, Nerven- und Muskelerkrankungen, wie beispielsweise Polio, Erkrankungen des Bindegewebes, des Knochenstoffwechsels, durch Gewalteinwirkung und Amputationen, wie zum Beispiel nach Unfällen oder Tumoroperationen, durch schwere Narbenbildung, beispielsweise bei Kindern nach Herzoperationen, oder Beinlängendifferenzen.

Betreuung behinderter Kinder / Skelettdeformitäten

Bei Kindern mit angeborenen oder erworbenen Bewegungsstörungen / Behinderungen dient eine Therapie zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Mobilität der Kinder. Dies wird durch eine orthopädische Therapie erreicht oder durch orthopädische Hilfsmittel unterstütz. Die moderne Medizintechnik stellt hier verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung (Rollstühle, Lagerungsschienen, Gehhilfen, Beinschienen). Zudem können ärztliches Personal und Therapeuten können die Bewegungs- und Koordinationsfähigkeiten der Kinder fördern. Bei Nichterfolg der Therapien und Hilfsmittel ist eine korrigierende Operation unter Berücksichtigung auf die Auswirkungen des Wachstums zu empfehlen um die weitere Kindesentwicklung zu fördern und um schmerzhafte Gelenksdeformitäten zu verhindern

Was genau macht ein Kinderorthopäde? Unser Leistungsspektrum der Kinderorthopädie

Eine wichtiges Merkmal der Kinderorthopädie ist die Früherkennung, die Beurteilung und Behandlungen von Erkrankungen im Kindesalter. In unserer orthopädischen Praxis erkennen, beurteilen wir und behandeln angeborene oder wachstumsbedingte Fehlbildungen, Wachstumsstörungen oder Wachstumsverzögerrungen sowie Erkrankungen und Verletzungen des kindlichen Körperbaus und der Bewegungsorgane des Kindes.

Die kinderorthopädische Versorgung wird in unserer orthopädischen Praxis in verschiedenen Gebieten durchgeführt. Zuerst wird Ihr Kind gründlich untersucht, hierzu stehen verschiedene orthopädische Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Danach beraten wir Sie ausführlich und legen gemeinsam das weitere Vorgehen fest. Möglicherweise sind weitergehende Untersuchungen oder Therapien indiziert, auch dies wird mit Ihnen besprochen. Bei einer Behandlung muss mit äußerster Sorgfalt vorgegangen und über einen langen Zeitraum detailliert beobachtet werden, da sich die kindlichen Knochen noch im Wachstum befinden. Die angewendeten diagnostischen Methoden sollten möglichst wenig invasiv sein, um Ihr Kind nicht unnötig zu belasten. Als Kinderorthopäden entscheiden wir, ob, zu welchem Zeitpunkt und an welcher Stelle vorbeugend eingegriffen werden sollte. Auch die Frage nach der Notwendigkeit einer Operation oder ob sich die Auffälligkeiten im Laufe der Kindesentwicklung selbst heilen können, wird in der Kinderorthopädie beantwortet.
Unabhängig von einer ambulante oder stationäre Behandlung oder Therapie, die gleichen Kinderorthopäden stehen Ihnen immer als Ansprechpartner zur Seite.

Was Sie als Eltern tun können – Unser Rat als Kinderorthopäden:

Nehmen Sie bitte unbedingt sämtliche Kindervorsorgeuntersuchungen U1 bis U11 + J1/J2 wahr. Hierbei wird in vorher festgelegten Zeitabständen die Kindes-Entwicklung untersucht.
Die Kindervorsorgeuntersuchungen werden im gelbem Kinder-Untersuchungsheft „Gelbes Heft“ des Gemeinsamen Bundesausschusses vom Kinder- und Jugendarzt dokumentiert. Es wird von Ärzteverbänden geraten, die Untersuchungszeiträume im Interesse des Kindes einzuhalten. Diese Vorsorgeuntersuchungen beginnen beim einige Stunden alten Säugling mit der U1 (1 bis 4. Lebensstunde) und enden mit beginnender Pubertät mit der U11 (10.-11. Lebensjahr). J1 (13.-14. Lebensjahr) und J2 (17.-18. Lebensjahr).

Eltern sollten beim geringsten Verdacht auf eine mögliche Wachstumsstörung, einer Haltungsstörung oder Bewegungsauffälligkeit den Kinderorthopäden aufsuchen.

Hören Sie auf Ihre Kinder, geäußerte Beschwerden Ihrer Kinder müssen unbedingt ernst genommen werden. Im Zweifel konsultieren Sie Ihren Orthopäden, denn bei Kindern länger nicht behandelte Frühschäden sind sehr schwer oder gar nicht zu therapieren.

Ihr Kind steht erst am Anfang seines Lebens.

Mit den speziellen Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen der Kinderorthopädie sowie den Kenntnissen über Wachstum und Reifung kann der Kinderorthopäde viele Kindererkrankungen heilen oder zumindest positiv beeinflussen. Wichtig ist die richtige und schonende Behandlung Ihres Kindes zum exakt richtigen Zeitpunkt. In vielen Fällen kann auch eine rein konservative Behandlung mit Unterstützung orthopädietechnischer Maßnahmen erfolgreich sein.

Kinderorthopädie historisch

Hätten Sie es gewusst? Die Geburtsstunde der allgemeinen Orthopädie ist die Kinderorthopädie. Der Franzose Nicolas Andry hat im Jahre 1741 den Begriff „Orthopädie“ erstmals verwendet und dadurch zur Verbreitung der Orthopädie in Europa beigetragen. Mit seiner Wortschöpfung (orthos = gerade, paidea = Erziehung (Kind)), steht insbesondere die Vorbeugung von Haltungsschäden bei Kindern im Fokus.


Kinderorthopädie

Die Kinderorthopädie befasst sich mit der Vorsorge, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates im Kindes- und Wachstumsalter. Orthopädisch denken heißt in Dekaden denken. Störungen in der Anlage und Entwicklung werden oft lange Zeit gut kompensiert und führen dann erst in späteren Jahren zu verschleißbedingten Erkrankungen des Stütz-und Bewegungsapparates. Deswegen ist eine frühzeitige Untersuchung und Prophylaxe so wichtig. Die Orthopädie kann somit als Paradebeispiel für nachhaltige Medizin herangezogen werden.

Ein Schwerpunkt unserer Gemeinschaftspraxis liegt in der kinderorthopädischen Prophylaxe und Versorgung insbesondere auf dem Gebiet der Haltungsschwächen und– schäden sowie der Beurteilung und Therapie erworbener und angeborener Wachstumsanomalien einschließlich Hilfsmittelversorgung. Im Zuge dieser Versorgung führen wir auch als Wahlleistung Körperendgrößenbestimmungen im Wachstumsalter durch.

Das Behandlungsspektrum für die kleinen Patienten unsere Gemeinschaftspraxis reicht vom „Scheitel bis zur Sohle“.

Sowohl Kinder mit Schiefhals oder KISS- Syndrom, Skoliosepatienten und die gesamte Bandbreite der Fußdeformitäten werden in unseren Praxen therapiert. Auch gravierende Störungen wie z.B. Kinder mit Zerebralparese und daraus resultierenden Gelenk-und Muskelspastiken werden von uns neuroorthopädisch behandelt. Auch die Diagnostik und Therapiesteuerung von Tumoren des muskuloskelettalen Systems fällt in den Bereich der Kinderorthopädie.

Des Weiteren sind wir seit vielen Jahren konsiliarisch bei den sonographischen Vorsorgeuntersuchungen der angeborenen Hüftdysplasie in den Augusta-Krankenanstalten Bochum tätig, initiiert durch den Kollegen Dr. med. Schramm und seit 2006 durch die Dres. med. Thomas, Lepper und Tiedjen.

Eine über den Krankenhausaufenthalt hinausgehende Betreuung der Neugeborenen im Rahmen weiterer U-Untersuchungen bieten wir an allen Standorten an. In diesem Zusammenhang unterhalten wir enge Verzahnungen in die kinderorthopädischen Abteilungen der umliegenden Kliniken in Bochum, Dortmund und Essen.

Dr. med. Tiedjen führt als zur Zeit einziger niedergelassener Kollege in Bochum die Zusatzbezeichnung „Kinderorthopädie“, die mit einer Prüfung vor der Ärztekammer einhergeht und eine ausgesprochen umfangreiche Ausbildung konservativer, technischer sowie operativer Maßnahmen im Rahmen der orthopädischen Betreuung von Kindern voraussetzt.

DXA-Knochendichtemessung zur Bestimmung Ihres Osteoporose-Risikos

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland sind von der Osteoporose betroffen. Ein Großteil der Bevölkerung hat eine unerkannte Osteoporose. Es gibt kaum „typische“ Zeichen für eine Osteoporose; die Osteoporose ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. andere Erkrankungen müssen abgeklärt worden sein.

Der Aufbau der Knochenmasse findet in den ersten 30 Lebensjahren statt. Jenseits dieses Alters setzt bei jedem Menschen der normale Abbau ein. Genetische Faktoren spielen genauso eine Rolle wie Lebensumstände und individuelles Sturzrisiko.

Ist der Knochenabbau Abbau zu weit fortgeschritten, kann der Knochen bei harmlosen Anlässen brechen. Bevorzugt werden Wirbelsäule, Oberschenkelhals und Unterarm, aber auch seltener Rippen und Sprunggelenke.

Durch eine Knochendichtemessung und die genaue Identifizierung der persönlichen Risikofaktoren, kann die Risikogruppe frühzeitig erkannt und betreut werden. Es lassen sich dann wirksam Brüche verhindern; auch bei schon eingetretenen Brüchen können weitere verhindert werden. Typische Risikofaktoren sind:

  • Body Mass Index unter 20mg
  • Brüchen bei geringen Anlässen ab dem 55. Lebensjahr
  • Cortisoneinnahme (oral) über 7,5mg/Tag, länger als 6 Monate
  • Mehr als 10% Verlust an Körpergewicht, ungewollt
  • Mehr als 2 Stürze, ungewollt in den letzten 6 Monaten
  • Brüche der Wirbelsäule/Oberschenkelhals bei den Eltern

Was kann man tun?

Osteoporose ist kein Schicksal! Mit vergleichbar geringem Aufwand kann die Krankheit verhindert oder deutlich abgemildert werden. Je früher, desto erfolgreicher! Gemeinsam werden wir besprechen, welche Maßnahmen für Sie die richtigen sind.

Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zur Knochendichtemessung finden Sie unter dem Punkt „Patienteninfo -Knochendichtemessung – Diagnose und Therapie der Osteoporose“.

Wachstumsbestimmung

Wie groß wird mein Kind?

Die Berechnung der zu erwartenden Erwachsenengröße setzt die Bestimmung des sogenannten Skelettalters (Knochenalters) Ihres Kindes voraus. Dies ist ein Maß für die Entwicklung des Heranwachsenden. In aller Regel stimmen kalendarisches Alter und das Skelettalter überein. Es kommen jedoch Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalters vor, die ein beschleunigtes oder verzögertes Wachstum nach sich ziehen.

Größenbestimmung für Kinder

Seit geraumer Zeit gibt es die Möglichkeit der bildgebenden Wachstumsanalyse für Kinder.

Hierzu wird wegen der zahlreichen spezifischen Merkmale ein Röntgenbild der Hand angefertigt. Dabei werden die einzelnen Knochen einem genau definierten Entwicklungsstadiumsstadium (jedes Stadium hat einen bestimmten Punktwert) zugeordnet. Die Summe der Punkte ergibt das Skelett- oder Knochenalter. Das ermittelte Skelettalter stellt dabei einen Mittelwert dar und gilt für gesunde Kinder.

Aus dem Skelettalter, dem kalendarischen Alter und der aktuellen Körpergröße des Kindes wird dann die zu erwartende Erwachsenengröße und somit der Abschluß des Längenwachstums berechnet.

Die Kenntnis des noch zu erwartenden Wachstums hat nicht nur eine psychosoziale Bedeutung zur Beurteilung von Wachstumsverzögerungen. Orthopädischerseits kann es bei der Planung von korrigierenden nichtoperativen Therapiemassnahmen (z.B. Behandlung von Wirbelsäulenverkrümmungen, Skoliose, Rückenschmerzen) und operativen Eingriffen (Beinlängendifferenzkorrekturen, Umstellungsoperationen, etc.) eine wertvolle Hilfe sein, wieviel Längenwachstum noch zu erwarten ist.

Dieses Verfahren der Wachstumsanalyse für Kinder und Heranwachsende wird in unserer Praxis durchgeführt.

Viele Menschen leiden an verschleiß- oder unfallbedingten Beschwerden der Gelenke und der Wirbelsäule, die zu beruflichen Ausfällen oder quälenden Einschränkungen in der Freizeit oder beim Sport führen. Nicht nur Schmerzen und die damit verbundene Einschränkung des persönlichen Lebens wird als belastend empfunden, sondern auch die Tatsache des bisher nur unzureichend zu regenerierenden Knorpelschadens.

Die Magnetfeldtherapie kann die körpereigene Regeneration von Knorpelgewebe anregen.

Bei Bewegung und mechanischer Belastung entstehen im Gelenk elektrische Ströme, die für die Regenerationsfähigkeit und Belastbarkeit des Knorpels notwendig sind. Durch Schädigung der eigentlich glatten Knorpeloberfläche eines Gelenkes kommt es nun zu einer Änderung des elektromagnetischen Feldes im betroffenen Gelenk und somit zu einer Störung des gesunden Knorpelstoffwechsels. In diesen Prozess greift die Magnetfeldtherapie ein, indem von außen ein intaktes elektromagnetisches Feld simuliert wird, das zur Stimulierung der körpereigenen Regenerationsfähigkeit des Gelenkes führt.

Je früher die Magnetfeldtherapie angewandt wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Beschwerdereduktion.

Zudem kann die Magnetfeldtherapie den Heilungsprozeß bei Knochenbrüchen, Gelenkentzündungen, der sogenannten Arthritis, bei Sportverletzungen, Sehnenansatzbeschwerden oder Muskelschmerzen in allen erreichbaren Körperregionen wirkungsvoll unterstützen.

Die Magnetfeldtherapie ist schmerzfrei durchführbar und bei unseren Patientinnen und Patienten ohne bekannte Nebenwirkungen.

Leistungen der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis

Ambulante und Stationäre Operationen am Standort St. Elisabeth Hospital Hattingen Blankenstein

Operatives Behandlungsspektrum

Arthroskopische Gelenkchirurgie der oberen und unteren Extremität

  • Schultergelenk
  • Ellbogengelenk
  • Kniegelenk
  • Oberes Sprunggelenk (OSG)

Definition und Historie der Arthroskopie ( griechisch Arthros/ Gelenk-Skopein/hineinschauen):
Unter einer Arthroskpie versteht man eine minimal-invasive Arthrotomie eines Gelenkes.

Stationäre und Ambulante Operationen

1921 führte der Schweizer Chirurg Eugen Birchner (1882-1956) die erste Endoskopie eines Kniegelenkes durch. Die Arthroskopie wird in der Regel in einem Narkoseverfahren durchgeführt. Über entsprechende Stichinzisionen von ca. 5 mm Länge wird das Arthroskop in das zu untersuchende Gelenk eingeführt. Zum auffüllen des Gelenkraumes wird eine Spüllösung ( Purisole oder NaCl) in das Gelenk eingebracht.

Grundsätzlich wird zwischen einer diagnostischen und eine therapeutischen Arthroskopie Unterschieden. Durch die modernen Schnittbildverfahren wie der MRT ist die Bedeutung der rein diagnostischen Arthroskopie rückläufig.
Die therapeutische Arthroskopie wird bei Verletzungen oder degenerativen Gelenkschäden eingesetzt. Zu den Instrumenten gehören eine entsprechende Optik mit Kamerasystem und Videokette sowie eine Anzahl von Haken, Fasszangen und elektrischen Shavern.

Gelenk Erkrankung Therapeutischer Eingriff
Kniegelenk Meniskusruptur
Knorpelschaden
VKB-Ruptur
Meniskusresektion
Knorpelglättung
VKB-Rekonstruktion
Schultergelenk Impingementsyndrom
Kalkdepoteinlagerung
RM-Ruptur
Bankartläsion
Dekompression
Kalkdepotentfernung
RM-Rekonstruktion
Labrumrefixation
Ellbogengelenk Impingement
Gelenkchondromatose
Dekompression
Entfernung freier Gelenkkörper
OSG Osteochondrosis dissecans
Impingement
Synovitis
Refixation o. Abrasion
Dekompression
Synovektomie

Fußchirurgische Eingriffe

  • Hallux Valgus:
    Laterale Abweichung der Großzehe mit Subluxation im Grundgelenk bei varischer Stellung des Os metatarsale I. Der Hallux valgus entsteht meist sekundär als Folge einer Spreizfußdeformität. Genetische Disposition und modisches Schuhwerk führen zu einer verstärkten Ausbildung der Fehlstellung. Neben einer zunehmenden Fehlstatik kann hier eine Bewegungseinschränkung im Großzehengrundgelenk eine Abrollbehinderung herbeiführen. Oft entwickelt sich eine schmerzhafte Bursitis über der medialseitigen Pseudoexostose am Großzehengrundgelenk ( GGG). Nicht selten mündet die Fehlstellung in einer sekundären Arthrose des Gelenks, dem sog. Hallux rigidus. Bei versagen der konservativen Therapie ist eine stadiengerechte operative Korrektur erforderlich. Man unterscheidet hier zwischen reinen Weichteilkorrekturen mit Bursektomie und Kapselraffung an der Innenseite des GGG und einer Sehnenverlagerung bzw. Ablösung des M. adductor an der Außenseite und diversen Korrekturosteotomien. Die subcapitele Osteotomie ( z. B. Nach Chevro) bietet sich bei erhaltener Beweglichkeit im GGG an. Bei fortgeschrittener Arthrose komt als alternative die Arthrodese des Grundgelenkes in Frage. Alle operativen Korrekturmaßnahmen bedürfen einer postoperativen Immobilisationsphase.
  • Krallen- und Hammerzehen, Metatarsalgie:
    Beim Spreizfuß entwickeln sich gehäuft Deformitäten der Zehen durch entsprechende Sehnenkontrakturen. Die Metatarsalgie bezeichnet die Druckschmerzhaftigkeit im Bereich der Mittelfußköpfchen. Diese betrifft am häufigsten den 2. und 3. Strahl. Bei Versagen der konservativen Therapie kann eine Verschiebeosteotomie nach Weil an den MTK erfolgreich sein. Bei Gelenkkontrakturen der Zehengelenke wird meist eine Resektionsarthroplastik nach Hohmann durchgeführt.
  • Hagelundferse und dorsaler Fußhöcker:
    Die Hagelundexostose bezeichnet einen dorsal gelegenen Höcker am Fersenbein. Dieser kann zu lokalen Druckbeschwerden und einem Schuhkonflikt führen. Bei radiologisch ausgeprägten Veränderungen und entsprechender Klinik kann die Exostose basisnah abgetragen werden. Der dorsale Fußhöcker bezeichnet eine Prominenz am Fußrücken, die ihren Ursprung in einer Arthrose des Gelenkes zwischen Os cuneiforme I und Os metatarsale I hat. Bei entsprechender Klinik wird eine Resektion der Gelenkosteophyten vorgenommen.
    Komplikationen: Neben den üblichen Risiken einer Operation wie Gefäß- und Nervenverletzungen sowie Gerinnungsstörungen können Gelenkinfektionen und Weichteilinfekte auftreten.

Chirurgie des Ellbogens und Handgelenk

  • Tennisarm –Epicondylitis humeri:
    Die Epicondylitis ist eine Sehnenansatzreizung der Unterarmstreckmuskeln. Die Operationsindikation besteht bei langer Krankheitsdauer und entsprechendem Versagen der konservativen Therapie. Es wird die Operation nach Hohmann-Wilhelm angewandt, welche zu einer Druckentlastung und Denervation an der Sehnenansatzzone führt. Das Krankheitsbild des Golferellbogens hat die gleiche Ätiologie. Hierbei kommt es zu einer Ansatztendinose an der Innseite des Ellbogens über dem Epiconylus medialis. Das Operative Vorgehen erfolgt in analoger Weise wie beim Tennisarm. Hier ist jedoch besonders auf eine Schonung des N. ulnaris zu achten.
  • Karpaltunnelsyndrom-KTS:
    Das KTS stellt die häufigste Nervenläsion der oberen Extremität dar. Ätiologisch handelt es sich um eine Kompression des Nervus Medianus im Hohlhandtunnel durch raumfordernde Prozesse. Neben Arthrose der Handwurzelknochen spielen Sehnenscheidenentzündungen und Rheumatische Erkrankungen eine entscheidende Rolle. Klinisch imponieren sensible Reiz- und Ausfallerscheinungen der Hand, die gehäuft nachts auftreten. Bei langer Krankheitsdauer können auch Atrophien der Daumenballenmuskulatur auftreten. Die operative Therapie zielt auf eine Druckentlastung des Nerven ab, wobei in der Regel eine Spaltung des Retinaculum flexorum durchgeführt wird. Die Operation kann offen oder endoskopisch erfolgen.
  • Operationen an Sehnen und Bändern:
    Neben Ganglien der Sehnenscheiden sind auch einschnürende Veränderungen der Sehnenscheiden mit dem Krankheitsbild des „schnellenden Fingers“ in der Handchirurgischen Sprechstunde weit verbreitet. Operativ kann in solchen Fällen eine Ringbandspaltung an der Hohlhandseite im Bereich der Stenose erfolgen. Bei einem Handgelenksganglion handelt es sich in der Regel um eine Gallertzyste, die ihren Ursprung von Sehnenscheiden oder der Handgelenkskapsel hat. Sie treten gehäuft an der Streckseite der Hand auf. Bei entsprechender Größe ist die operative Entfernung mitsamt der Kapsel des Ganglions erforderlich.
  • Styloiditis radii:
    Reizzustand am Griffelfortsatz des Radius. Eine chronische mechanische Belastung ist die häufigste Ursache einer Druckschmerzhaftigkeit des Griffelfortsatzes. Sofern die konservative Therapie mit lokalen Infiltrationen keine dauerhafte Beschwerdelinderung erreicht, kann die operative Denervation und Abtragung der Spitze des Griffelfortsatzes angezeigt sein.

Stationäre und Ambulante Operationen» St. Elisabeth Hospital Hattingen Blankenstein


Stationäre und ambulante Operationen

Die ambulanten Operationen werden von uns im OP-Zentrum des Knappschaftskrankenhaus Bo-Langendreer sowie in der Klinik Blankenstein durchgeführt.

Die Narkosedurchführung und Betreuung während des Eingriffes erfolgt durch erfahrene anästhesiologische Kollegen der jeweiligen Klinik.

Das operative Behandlungsspektrum für die ambulant durchgeführten Operationen umfasst die Arthroskopische Gelenkchirurgie der oberen und unteren Extremitäten.

Dank immer weiter verbesserter technischer Ausstattung und auch verbesserter chirurgischer Methoden können wir Orthopäden und Chirurgen heute eine Vielzahl von Gelenkeingriffen in arthroskopischer Technik, also in sogenannter Schlüssellochtechnik durchführen. Dabei können heute neben der schon länger etablierten Arthroskopie des Kniegelenkes auch Schultergelenk und Handgelenke „gespiegelt“ werden. Die Eingriffe beschränken sich dabei schon lange nicht mehr auf rein diagnostische Maßnahmen sondern es sind heute auch viele Operationen, für die man früher die Gelenke eröffnen musste, in arthroskopischer Technik ausführbar.

Eine Domäne der arthroskopischen Chirurgie sind dabei die Behandlung traumatischer und verschleißbedingten Veränderungen von:

  • Schultergelenk
  • Ellbogengelenk
  • Kniegelenk
  • Oberes Sprunggelenk (OSG)

Die rekonstruktive Chirurgie von Fußdeformitäten, allen voran der sog. „Ballenzeh“ oder auch als Hallux valgus bekannt, wird nach modernen OP-Verfahren von uns behandelt.

Aber auch andere Fußeingriffe wie der chronisch schmerzhafte Spreizfuss mit seinen typischen Hammer-Zehen kann mit relativ einfachen chirurgischen Maßnahmen versorgt werden.

Bevor es zu der eigentlichen Operation kommt, wird in einem individuellen Aufklärungsgespräch der Eingriff an Hand der Röntgen und MRT-Befunde und die anschließende Nachbehandlung genau erläutert.

Anschließend erfolgt die Terminvergabe für den eigentlichen Eingriff. Bei Operationen die in Hattingen Blankenstein durchgeführt werden, ist das regelmäßig freitags der Fall.

Zuvor wird ein ambulanter Untersuchungstermin für die Narkose in der Anästhesie-Abteilung bei Dr. Neveling in Blankenstein vereinbart. Prinzipiell kann man die meisten Eingriffe in einer kurzen Vollnarkose durchführen, aber auch die Rückenmarksnarkose wird als alternatives Verfahren bei Eingriffen an der unteren Extremität angeboten.

Bei rein ambulanten Eingriffen erfolgt noch am selben Tag die Entlassung aus der Klinik.

Eine ambulante Nachuntersuchung wir dann direkt am Folgetag in der Klinik durchgeführt.

Patienten, die auf Grund ihrer Begleiterkrankungen für eine ambulante Maßnahme nicht geeignet sind, stehen stationäre Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Nach der Entlassung aus der Klinik wird die ambulante Nachsorge an fest vereinbarten Terminen in Ihrer gewohnten Praxis durchgeführt.

Neben der Verordnung der Physio- und Bewegungstherapie werden dabei regelmäßig Wund-und Verbandkontrollen durchgeführt. In der Regel ist bei den Gelenkeingriffen die Wundheilung nach 10-14 Tagen mit der Entfernung der Hautnähte beendet.

Leistungen der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis

H-Arzt Verfahren der Berufsgenossenschaft (Heilbehandlung)

Auf Grund besonderer fachlicher Qualifikation, personeller und räumlicher Voraussetzungen und Vorschriften nimmt unsere Praxis am H -Arzt-Verfahren der gesetzlichen Unfallversicherungen (DGUV-Berufsgenossenschaften) teil.

Die Unfallversicherungsträger sind nach den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet, alle Maßnahmen zu treffen, durch die eine frühzeitige Heilbehandlung gewährleistet wird.

H-Ärzte sind solche Ärzte, die von den Landesverbänden der DGUV beteiligt sind.

Folgende Unfälle und Verletzungen werden und dürfen bei uns behandelt werden:

  • Arbeitsunfälle
  • Schulunfälle
  • Wegeunfälle
  • Schulwegeunfälle

Voraussetzung für die Beteiligung ist, dass diese Ärzte – ohne die speziellen Anforderungen des Durchgangsarztverfahrens zu erfüllen – ebenfalls über besondere unfallmedizinische Kenntnisse verfügen. Zusätzlich müssen die H-Ärzte regelmäßig an unfallmedizinischen Weiterbildungen und am Gutachtenwesen teilnehmen.

Daneben müssen sie im personellen, apparativen und einrichtungsmäßigen Bereich bestimmte Anforderungen erfüllen und zur Übernahme bestimmter Pflichten bereit sein.

Das H-Arzt-Verfahren unterscheidet sich vom Durchgangsarztverfahren im wesentlichen durch die nicht bestehenden Zuweisungsmechanismen der Unternehmen und Hausärzte zum H-Arzt führt grundsätzlich eine allgemeine Heilbehandlung durch.

Eine besondere Heilbehandlung kann vom H-Arzt nur bei bestimmten Verletzungen durchgeführt werden.

Die Landesverbände haben bundesweit über 3.300 Ärzte in dieses Verfahren vertraglich eingebunden. Jährlich werden ca. 425.000 Versicherte der gesetzlichen Unfallversicherungsträger in diesem Verfahren versorgt.

Osteoporose und Knochendichtemessung

Der Osteoporose (v. altgr. „Knochen“ und „Tuffstein“) liegt eine Verminderung der Knochenfestigkeit zugrunde und kann sowohl als Alterserkrankung als auch in jungen Jahren auftreten. Sie ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter und betrifft Frauen und Männer.

Die Knochenmasse nimmt etwa in den ersten 30 Lebensjahren zu (in der Jugend wird Knochen aufgebaut), erreicht dann einen Höhepunkt und fällt in den späteren Lebensjahren langsam wieder ab.

Die Osteoporose ist durch eine deutliche Abnahme der Knochendichte und den übermässig raschen Abbau an Knochensubstanz gekennzeichnet. Dies zeigt sich insbesondere in einer abnehmenden Körpergröße, einer Krümmung der Wirbelsäule sowie einer eingeschränkten Beweglichkeit.

Der Knochen erfährt eine Qualitätsminderung, die ihn für Verformungen sowie Brüche anfälliger macht. Durch die Erhöhung des Bruchrisikos selbst bei leichten, sogenannten Bagatellverletzungen wie Prellungen, kann es zu anhaltenden Schmerzen und Funktionseinschränkungen kommen, die das gewohnte Arbeitsleben sowie sportliche Aktivitäten nahezu unmöglich machen. Vielfach kommt es bei der besonders in höherem Alter auftretenden Osteoporoseform zu erheblichen Einschränkungen in Haushalt und Mobilität bis hin zur Bettlägerigkeit.

Die Osteoporose kann auch in Folge einer anderen Erkrankung auftreten, zum Beispiel bei einer Schilddrüsenüberfunktion, im Rahmen einer medikamentösen Behandlung nach Brustkrebs, bei Einnahme von Magentabletten, bei Marcumarisierung oder bei Kortisonbehandlung im Zuge einer Asthmatherapie o. ä.. Weitere Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer Osteoporose: Rauchen, Alkoholmissbrauch, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung oder frühe letzte Regelblutung.

Zur Diagnose wird die Knochendichtemessung herangezogen, bei der ein Wert ermittelt wird, der einen Vergleich mit der Knochendichte anderer Menschen und eine Aussage zum Knochenbruchrisiko in den nächsten Jahren ermöglicht. Zur Messung der Knochendichte ist ein Verfahren mittels äußerst geringer Röntgenbelastung (DXA) wissenschaftlich anerkannt. Auf ihr basiert auch die Definition der Weltgesundheitsbehörde (WHO) zur Osteoporose und Therapie.

In unserer Praxis steht Ihnen ein digitalisiertes DXA-Gerät der neuesten Generation zur Verfügung. Die Untersuchung dauert etwa 15 Minuten und wird im Liegen mit Messung der Oberschenkelknochen und der Lendenwirbelsäule durchgeführt. Die Röntgenbelastung entspricht einer mehrtägigen natürlichen Belastung aus der normalen Umweltstrahlung.

Während der Untersuchung erfolgt eine detaillierte Analyse der Knochendichte, die als entscheidende Grundlage der individuellen Festlegung einer Osteoporosebehandlung zu werten ist.

Botulinumtoxin in der Orthopädie

Neues Behandlungskonzept gegen verspannungsbedingte Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen, sowie Migräne.

Neue Behandlungsmaßnahme zur Vermeidung von OP’s u.a. beim Ellenbogen- („Tennisarm“), Knie- („Kniescheibenschmerz“) und Fußschmerzen („Fersensporn“).

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Wirbelsäule resultieren meist aus degenativen Veränderungen der Bandscheiben. Bei dieser Art von Verschleiß kommt es zu einer Abnutzung der Bandscheiben und daraus resultierend zu Instabilitäten, arthrotischen Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke, Bandscheibenvorfällen und Versteifungen der Halswirbelsegmente. Meist kommt es dann zu ausgeprägten Muskelverspannungen, die einseitig oder auch beidseitig auftreten können. Vielen Patienten kann mit herkömmlichen nicht-operativen Therapien wie Elektrotherapie, Akupunktur, Injektionen, Medikamenteneinnahme und Infusionen geholfen werden. Nur selten ist eine Operation indiziert, zumal das Operationsrisiko im Bereich der HWS hoch ist.
Sollten alle konservativen Therapiemethoden ausgeschöpft worden sein, kommt alternativ zu den herkömmlichen Verfahren eine Entlastung der betroffenen Muskeln durch eine Injektion mit Botulinumtoxin A in Betracht.
Gerade Patienten mit langbestehender Migräne profitieren häufig von diesem Verfahren. Seit einiger Zeit ist das Medikament Botox offiziell für die Behandlung der Migräne zugelassen.

Auch bei Schmerzen im Bereich des Ellenbogen, Kniegelenkes oder der Ferse kann eine Therapie mit Botulinumtoxin eine vielversprechende Behandlungsmethode darstellen. Bei dem „Tennisarm“ (Epicondylitis humeri radialis) oder dem „Fersensporn“ (Plantarfasciitis) handelt es sich um einen erworbenen und schmerzhaften Reizzustand des Sehnenursprungs der Hand- und Fußmuskulatur. Als Ursache wird eine mechanische Überlastung bzw. Überreizung des betroffenen Sehnenursprungs gesehen. Vielen Patienten kann mit herkömmlichen nicht-operativen Therapien wie Elektrotherapie, Quermassagen, Injektionen, Medikamenteneinnahme und ruhigstellenden Verbänden geholfen werden.
Im Rahmen der Erkrankung treten nicht selten Rückfälle (Rezidive) auf und es kann zu einem chronischen Verlauf kommen. Als operative Therapie kommen die Durchtrennung der schmerzleitenden Nerven und /oder das Abhängen der Sehnen vom knöchernden Ursprung in Frage.
Alternativ zu den herkömmlichen Verfahren kann eine Entlastung der betroffenen Sehnen durch eine vorübergehende Schwächung der entsprechenden Muskeln mittels Botulinumtoxin A herbeigeführt werden.

In einer zuletzt bei der Diagnose „Tennisarm“ durchgeführten othopädischen Vergleichsstudie mit 40 Patienten kam es zu ähnlich guten Ergebnissen wie bei einer Operation, jedoch ohne die entsprechenden Nebenwirkungen (Narbenbildung, Taubheit; Infektion).

Wirkungsweise und bisherige Erfahrungen:
Botulinumtoxin A, der Wirkstoff des Medikamentes (Botox, Dysport, Xeomin, Bocotoure, Azzalure oder Ähnliche), ist ein natürliches Eiweiß spezieller Bakterien. Das Medikament wird in den Muskel injiziert und blockiert dort Nervenimpulse des Muskels. Dies führt zu einer Herabsetzung der Muskelspannung (Tonus) der injezierten Muskeln für etwa drei Monate. Andere Nervenfunktionen wie etwa Gefühl und Tastsinn der Haut werden nicht beeinflusst. Botulinumtoxin A wird bisher in der Behandlung von unwillkürlichen Muskelverkrampfungen wie etwa dem spastischen Schiefhals oder dem unwillkürlichen Lidschluss (Blepharospasmus) eingesetzt. Die Behandlung gilt als wirksam, sicher und nebenwirkungsarm. Auch in der Behandlung weiterer Krankheitsbilder, welche mit spastischen Muskelverkrampfungen einhergehen, wird das Medikament in den Fachgebieten der Neurologie und Orthopädie seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.
In der USA ist die Behandlung mit Botulinumtoxin in der Schmerztherapie bereits seit Jahren etabliert.

Wie wird behandelt und wie lange hält die Wirkung an?
Nach der Injektion des Medikamentes (Botox, Dysport, Xeomin oder Ähnliche) tritt nach etwa 4-7 Tagen die Wirkung ein. Sie besteht aus einer Schwächung und somit Entspannung der betreffenden Muskeln. Nach etwa 2 bis 3 Monaten lässt die Wirkung langsam nach und die Kraft kehrt vollständig zurück. Je nach individueller Situation kann bei Wiederauftreten von Beschwerden eine erneute Injektion erfolgen. Nach mehreren Injektionen wirkt das Medikament sogar bis zu einem Jahr.

Welche orthopädischen Erkrankungen können mit Botulinumtoxin A behandelt werden?
Die Behandlung eignet sich für chronische Schmerzzustände an der Wirbelsäule und den Extremitäten, bei denen herkömmliche Therapiemethoden, Medikamente oder Entspannungsübungen keine oder eine nur unzureichende Wirkung zeigten. Insbesondere nachfolgende Erkrankungen werden mit Botulinumtoxin behandelt:

Wirbelsäule:

  • Chronische Schulter-Nackenschmerzen mit Verspannungen
  • Migräne und chronische Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule

Extremitäten:

  • Epicondylitis humeri radialis („Tennisellenbogen“)
  • Fersensporn („Plantarfasciitis“)
  • Schultersteife
  • Kniescheibenschmerzen („Chondropathia patellae“)

Weitere Behandlungsgebiete:

  • Hyperhidrose (verstärktes Schwitzen, insbesondere in den Achseln)
  • Faltenbehandlung

Wie verläuft eine Behandlung?
Der Wirkstoff wird nach einer vorherigen Probeinjektion lokal an die betroffene Stelle eingespritzt. Die Wirkung setzt nach 3-7 Tagen ein und klingt nach ca. 3 Monaten wieder langsam ab. In der Schmerztherapie kann die Wirkdauer jedoch deutlich verlängert sein.
Die Behandlung erfolgt in unserer Praxis. Eine spezielle krankengymnastische Nachbehandlung ist nicht notwendig. Körperliche und sportliche Tätigkeiten können unmittelbar nach der Behandlung wieder aufgenommen werden, die Arbeitsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt.

Kassenärztliche Kostenübernahme
Die Behandlung mit Botulinumtoxin ist in der Regel eine privatärztliche Behandlung und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Die Kostenhöhe wird dabei hauptsächlich durch die Menge des Medikamentes beeinflusst. Es muss je nach notwendiger Dosierung mit Kosten ab 180 Euro gerechnet werden. Die Kosten für die Kopfschmerz (Migräne)- und Schwitzbehandlung werden in begründeten Ausnahmefällen auch von den gesetzlichen und privaten Kassen übernommen.

Ganzheitliche Medizin und Naturheilverfahren – Nebenwirkungsfreie Heilmethoden

Was ist Ganzheitliche Medizin und Naturheilkunde?

Der Begriff Ganzheitliche Medizin und Naturheilkunde bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung (Spontanheilung) aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen.

Gemeinsam mit den „klassischen“ Naturheilverfahren bilden die Bereiche Akupunktur, Chirotherapie, physikalische Therapien und Homöopathie in der orthopädischen Praxis einen wesentlichen therapeutischen Schwerpunkt. Allen gemeinsam ist ihre Wirkung als aktive Regulationstherapien auf verschiedenen Ebenen. Deshalb eignen sie sich für ein synergistisches Therapiekonzept mit komplimentärmedizinischen Methoden, dessen einzelne Bestandteile sich in ihrer Wirkung potenzieren.

Die konventionelle Medizin weist dem Organismus eine passive Rolle zu und versucht krankhafte Veränderungen oder die ihnen zugeschriebenen Ursachen direkt zu beseitigen. Methoden hierzu sind operative oder chemische Ausschaltungen, pharmakologische Lenkungen und künstlicher Ersatz fehlender Körperwirkstoffe, ausgefallener Organleistungen oder Funktionen.

Den naturheilkundlichen Verfahren liegt dagegen als Therapieprinzip eine aktive Reaktion auf Reizbelastung über drei verschiedene Wirkprinzipien zugrunde (Reiz-Reaktions-Therapie):

  1. Schonung des Organismus, Dämpfung übersteigerter Reaktionen, Ruhigstellung bestimmter Funktionen und Ausschaltung belastender Faktoren, dadurch Aktivierung von Selbstheilungsprozessen.
  2. Regulierung des vegetativen Gleichgewichtes durch wiederholtes und dosiertes Stimulieren körpereigener Kräfte.
  3. Kräftigung von Funktions- und Organleitungen auf Grund spezifischer trophischer wie auch plastischer Anpassungsprozesse des Organismus.

Wie wirkt Ganzheitliche Medizin und Naturheilkunde?

Naturheilkunde wirkt über die fünf klassischen Naturheilverfahren

  1. Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
  2. Ernährungstherapie
  3. Balneophysikalische Therapien
  4. Bewegungstherapie
  5. Ordnungstherapie

anregend, kräftigend, regulierend, erhaltend und schützend auf die Selbstregulations-,Selbstordnungs- und Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus.
Viele der chronischen Krankheiten lassen sich mit der konventionellen Medizin nur unzureichend behandeln und sind bei Langzeittherapien mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, z.B. Magen-Darm-Blutungen, Störungen des Immunsystems, Hautveränderungen und Nierenschädigungen. Hier ist das Haupteinsatzgebiet der Ganzheitlichen Medizin und der Naturheilverfahren.

Welche orthopädischen Krankheiten lassen sich naturheilkundlich behandeln?

  • Akute und chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. Arthrose und Sportverletzungen
  • Osteoporose
  • Schmerzhafte Verspannungen in allen Wirbelsäulenabschnitten
  • Stress- und Schmerzzustände bei psychosomatischen Erkrankungen wie z.B. Fibromyalgie, Depressionen oder Burn-out-Syndrom
  • Nervenreizungen (z.B. Ischialgien)
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Schmerzen, bei denen für schulmedizinische Therapieverfahren Kontraindikationen bestehen oder die vom Patienten nicht gewünscht werden (wie z.B. Kortisoninjektionen, Schmerzmittel)

Welche Behandlungsverfahren werden eingesetzt?

Neben den klassischen Naturheilverfahren werden viele weitere naturheilkundliche Behandlungsmethoden angewendet, die insbesondere durch eine Kombination mehrerer Therapieverfahren ihre ganze Wirkung entfalten. Sprechen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt an, um ein Therapiekonzept zu erstellen, welches sich aus folgenden Verfahren zusammensetzen kann:

  • Phytotherapeutika: Darunter versteht man Heilpflanzen in unterschiedlicher Darreichungsform.
    Die Phytopharmaka sind somit Präparationen aus Pflanzen oder getrocknete Inhaltsstoffe pflanzlicher Herkunft, die den Wirstoff in mehr oder minder angereicherter Form enthalten. Sie können zur lokalen Anwendung kommen durch Einreibungen, Wickeln oder Bäder. Auch die Interne Anwendung durch Teezusätze oder Tabletten und Kapseln ist weit verbreitet. Enzymatische Präparate wie z.B. ein Ananasextrakt kann ebenfalls zu dieser Behandlungsart gerechnet werden.
  • Chirotherapie (Manuelle Medizin): Funktionsstörungen der Bewegungsorgane, insbesondere der Wirbelsäule, werden oft durch Störherde verursacht, die zunächst keinen Bezug zu Bewegungsorganen zu haben scheinen. In diagnostischer und therapeutischer Hinsicht bietet diese Methode eine Möglichkeit, Funktionsstörungen der Bewegungsorgane zu erfassen und zu behandeln, die sich der Darstellung durch bildgebende Verfahren oft entziehen.
  • Lokale Infiltrationen mit Komplexhomöopathika wie z.B. Traumeel/Zeel.
    Bei akuten und chronischen Schmerzen werden häufig Injektionen eingesetzt, die sich zusammensetzen aus analgetischen und entzündungshemmenden Wirstoffen. Hier kommt häufig auch Kortison zum Einsatz. In vielen Fällen ist es jedoch auch möglich Injektionen durchzuführen, die einen homöopathischen Zusatz haben und frei von Kortison sind. Diese Substanzen besitzen ebenso eine antientzündliche Wirkkomponente. Aufgrund der ausbleibenden Nebenwirkungen können diese Injektionen jedoch wesentlich häufiger durchgeführt werden.
  • Infusionsbehandlung mit homöopathischen Mitteln, Vitaminen und Spurenelemente.
    Sollten lokale Anwendungen und Injektionen nicht ausreichen oder besteht eine Beschwerdesymptomatik die den ganzen Organismus betreffen, so kommen häufig auch Infusionsbehandlungen zum Einsatz. Die Wirstoffe die zum Einsatz kommen reichen von Vitaminaufbaupräparaten, Spurenelementen, homöopathischen Mitteln, sowie analgetisch und antiphlogistisch wirkenden Zusätzen. In der Regel sind 5-10 Infusionen notwendig, die auf 1-2 mal pro Woche verteilt werden.
  • Hyaluronsäuretherapie bei Arthrose
    Hyaluronsäure ist eine körpereigene, natürliche Substanz, die in vielen Organen des Körpers – beispielsweise Haut, Augen und Gelenken -wichtige physiologische Aufgabenerfüllt: Hyaluronsäure verleiht der Gelenksschmiere die zäh-elastische Konsistenz und ist damit für ihre stoßdämfende und schmierende Funktion verantwortlich. Hyaluronsäure bildet im Knorpelgewebe zusammen mit anderen Substanzen große, wasserspeichernde Riesenmoleküle. Diese erhöhen die stoßdämpfende Qualität des Knorpels und bilden nach Injektion eine Art der Gelenksschmiere. Drei bis fünf Injektionen im Abstand von einer Woche sind in der Regel notwendig.
  • Balneophysikalische Therapien
    Die externen Hydro- und Thermotherapien wirken sich durch thermische Reize, Wasserdruck und Hautkontakt über die Haut auf das vegetative Nervensystem aus, wodurch die Blutgefäße, die Muskulatur sowie der Stoffwechsel beeinflusst werden. Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, Schmerzen gelindert und der Organismus abgehärtet. Durch die gezielt eingesetzten Temperaturunterschiede werden Reize gesetzt, auf die der Körper mit einer bestimmten Gegenregulation reagiert. Ein wichtiges Kriterium spielt dabei die Reizintensität, die auf die individuelle Reaktion, das Befinden und die Erkrankung jedes einzelnen Patienten abzustimmen ist.
    Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und können praktisch an jedem Ort zur Anwendung kommen. Ob zu Hause in Form von Heusackauflagerungen, Quarkwickel und Senfmehlbäder oder Extern in Rahmen von Rehasport, Funktionstraining oder Saunagängen.
  • Neuraltherapie (lokale Infiltrationen mit Procain)
    Gegenstand der Neuraltherapie ist die Injektion von Lokalanästhetika zu therapeutischen Zwecken. Wesentliches Prinzip der Neuraltherapie ist – wichtiger als die pharmakologische Wirkung des Lokalanästhetika – deren Effekt auf lokale und übergeordnete Regelkreise. Als Regulationstherapie ist die Neuraltherapie zur Behandlung zahlreicher orthopädischer Krankheiten geeignet.
    Die Neuraltherapie kann differenziert werden in die Segmenttherapie, die Störfeldtherapie nach Huneke und die Therapeutische Lokalanästhesie (TLA). In der Regel werden 6-10 Anwendungen in Abstand von einer Woche notwendig.
  • Magnetfeldtherapien (MFT) zur Anregung geschwächter Zellen, zur Steigerung der Gewebedurchblutung und Sauerstoffversorgung und zur Verringerung von Schmerzzuständen.
    Die Magnetfeldtherapie ist ein naturheilkundliches Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und diversen Krankheiten. Die Therapie basiert auf der Annahme, dass magnetische Impulse tief in das Körpergewebe eindringen und dort positiv auf Entzündungen und Verletzungen wirken können. Magnetfelder lassen sich künstlich mithilfe von Strom erzeugen. Dazu leitet ein Apparat elektrische Energie aus einem Generator in eine Spule. Die bewegte Ladung des Stroms baut ein magnetisches Feld auf. Jede Änderung des magnetischen Felds verändert gleichzeitig das elektrische Feld. Diese Gesetzmäßigkeit führt beispielsweise dazu, dass sich elektrische Teilchen in einem konstanten Magnetfeld ausrichten. Eine Tatsache, die zum Beispiel die Entwicklung der Kernspintomographie (MRT) ermöglichte.
    Das Prinzip der Magnetfeldtherapie beruht auf der Erkenntnis, dass alle Zellen elektrisch geladene Teilchen enthalten. Entzündungen oder Verletzungen führen zu einer veränderten Ausrichtung der elektrischen Teilchen – eine Magnetfeldbehandlung soll die Störungen normalisieren und so den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
  • Stoßwelle (ESWT): Triggerstoßwelle
    Bei dieser Methode werden Schalldruckwellen erzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt werde. Diese Verdichtung der Stoßwellen kann durch rhythmische und wiederkehrende Anwendungen zur Zerüttung eines Festkörpers, beipielsweise einer Verkalkung, führen. Die Verkalkung wird durch die Stoßwelle zu „Sand“ zerrieben und danach vom Körper auf dem Blutweg abstransportiert und ausgeschieden.
    Zudem wird die Stoßwelle zur Behandlung von Triggerpunkten eingesetzt. Triggerpunkte sind dauerhaft verkürzte Muskelfasern, die als schmerzhafte Punkte im Muskel tastbar sind und teilweise zu Bewegungseinschränkungen führen können. In der Regel sind 3-5 Anwednung im Abstand von einerWoche notwendig.
  • Akupunkturverfahren
    Akupunktur als Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine nachweislich effektive und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Die Wirkung der Akupunktur beruht auf dem Ansprechen körpereigener Regulationssysteme. Grundelement der Akupunktur ist der Akupunkturpunkt. Er ist morphologisch meist nachweisbar als Gefäß-Nerven-Bündel. Angeordnet sind die Akupunkturpunkte auf sogenannten Meridianen, wodurch man auch Einfluss nehmen kann auf die fließende Lebensenergie, dem „Qi“. Insgesamt benötigt man 10 bis 15 Akupunktursitzungen im Absstand von 2 mal in der Woche.
  • Eigenblutbehandlung
    Die Eigenbluttherapie gehört zu den Reizkörpertherapien, welche die Regulationsfähigkeit des Körpers anregen sollen. Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten etwas Blut abgenommen und an anderer Stelle wieder in einen Muskel oder die Haut eingespritzt. Behandelt werden akute und entzündliche Vorgänge sowie chronischen Erkrankungsverläufe und Erschöpfungszustände. In der Regel benötigt man mind. 6 – 10 Anwendungen in Abstand von 2 mal pro Woche.
  • Homöopathie
    „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Danach solle ein homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet. Zur Herstellung der Arzneimittel werden die Grundsubstanzen einer sogenannten Potenzierung unterzogen, das heißt sie werden wiederholt (meist im Verhältnis 1:10 oder 1:100) mit Wasser oder Alkohol verschüttelt. Die Homöopathie wird vielfach eingesetzt und ist auch wegen der geringen Nebenwirkungsrate eine Therapieoption, die auch bei Kindern häufig zur Anwendung kommt.
  • Sklerosierungstherapie (Glucoselösung-Infiltration)
    Durch die Sklerosierungsinjektion werden die schmerzhaften Übergänge der Sehnen in den Knochen therapeutisch gereizt. Wir verwenden dazu meist eine Mischung von 40%iger Traubenzuckerlösung und eines lokalen Betäubungsmittels. Letzteres dient dazu, die anfängliche Schmerzreaktion zu dämpfen. Einige Stunden nach der Behandlung wurde dem umgebenden Gewebe so viel Flüssigkeit entzogen, dass diese Reizung eine Durchblutungsförderung – wie bei einer Prellung – und damit eventuell Schmerzen verursacht. Im Anschluss daran empfinden etliche Patienten schon eine erste Linderung. Im Gefolge der Behandlung kräftigt sich das Band- und Haltegewebe. In der Regel sind drei, manchmal vier, selten mehr Injektionen nötig, zwischen denen ein Abstand von mindestens einer und maximal drei Wochen eingehalten werden sollte.
  • Rehasport und Funktionstraining
    Bewegungstherapien und sportliche Tätigkeiten sind entscheidene Behandlungsprinzipien bei fast allen orthopädischen Erkrankungen. Eine Form der Bewegungstherapie stellt der Rehabilitationsport und das Funktionstraining dar.
    Vorrangiges Ziel des Rehabilitationssport ist es, die eigene Verantwortlichkeit des Menschen für seine Gesundheit zu stärken und ihn zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining durch weiteres Sporttreiben in der bisherigen Gruppe zu motivieren. Der Rehabilitätssport und das Funktionstraining werden nach Antrag von fast allen Krankenkassen übernommen.